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Heimatverein Frohsinn Aschfeld


Nr. 3  St. Georg-Bildstock

Bildstöcke in Aschfeld:  Nr. 1 -  10

Nr. 1  Steinkreuz am Neuweg


Bildstock Nr. 01 Steinkreuz am Neuweg



Name  


Steinkreuz am Neuweg


Standort:


Am Neuweg der zum Ölgrund führt


Aufbau und Beschaffenheit Steinkreuz


82cm hoch


70cm breit


Form: Sühnekreuz


Material: Kalksandstein


Darstellung: keine


Inschrift 1843


MR


+


Jahr der Stiftung:


Laut Inschrift 1843; wahrscheinlich ist das jetzige Kreuz der Ersatz für ein Steinkreuz, das bereits früher, an dieser Stelle gestanden haben muss.


Anmerkung Das Steinkreuz ist bestimmt älter als die Jahreszahl aussagt. Vielleicht wurde es1843 neu aufgerichtet und renoviert. Mit dem Steinkreuz ist eine Sage verbunden, die im Heimatbuch im Sagenteil unter der Nr. 1 nachzulesen ist.



Am Neuweg der zur Flurabteilung Hölle ( In der Hell ) führt, soll einer Frau, die ihren Mann ermordet hatte und ihn im Buckelkorb in die Hell tragen wollte, der Boden durchgebrochen sein. Vor Schrecken ließ die Frau den Leichnam einfach liegen und lief davon.



Inwieweit der Inhalt der Sage der Wahrheit entspricht, kann heute nicht mehr nachvollzogen werden. Wie bei jeder Sage wird jedoch auch in diesem Fall ein Funken Wahrheit darin stecken.


Ob an der Stelle des Kreuzes jemand ermordet wurde oder vielleicht auf dubiose Art und Weise zu Tode kam, sei dahin gestellt. Die Inschrift deutet darauf hin, dass eine Person mit den Initialen M R dort starb. Falls das Kreuz tatsächlich nicht älter sein sollte als die angegebene Jahreszahl1843 besagt, so würden die Sterbedaten und Initialen einer Person aus Aschfeld mit diesem Jahr übereinstimmen. 1843 verstarb laut Sterberegister Michael Rüth, wohnhaft in der Bachgasse Nr. 8. Die näheren Umstände seines Todes werden jedoch nicht genannt.


Es ist anzunehmen, dass es sich bei diesem Kreuz um ein sogenanntes Sühnekreuz handelte. Die Mörderin musste es zur Buße errichten lassen. Dass sie jedoch allein mit dieser Strafe davonkam, ist nicht anzunehmen.


Der Volksmund erzählt: Einmal soll sich in Aschfeld ein gemeiner Mord ereignet haben. Eine Frau hatte aus welchen Gründen auch immer ihren Mann umgebracht. Im ersten Schreck oder aus kühler Berechnung wollte sie ihre grausame Tat vertuschen. So holte sie ihren Huckelkorb und schleifte ihren Mann in das Behältnis. Mit ihrer schweren Last auf den Schultern machte sie sich auf den Weg in das abgelegene Waldabteil „ Hölle “.  Gerade als sie den Neuweg hinabging, brach der Boden des Korbes ob seiner schweren Last durch. Die Leiche fiel heraus. Beim erneuten Anblick ihres Opfers erschrak die Mörderin so, dass sie die Flucht ergriff. Die Leiche wurde am folgenden Tag gefunden. An der Stelle wurde ein Steinkreuz errichtet.  

Nr. 2  Steinkreuz an der Aschfelder Straße


Bildstock Nr. 02  Steinkreuz an der Aschfelder Straße östlich der

 Maria-Hilf-Kapelle




Name:  Steinkreuz an der Aschfelder Straße



Standort: Am westlichen Dorfeingang


              an der Hauptstraße östlich der Maria-Hilf-Kapelle in der Gartenmauer des                Anwesens mit der Haus-Nr. 5



Aufbau und Beschaffenheit: Steinkreuz


60 cm hoch


53 cm breit


16 cm tief


Darstellung: keine


Inschrift: keine


Jahr der Stiftung: unbekannt



Anmerkung: Steinkreuz wurde beim Legen der Wasserleitungsrohre ausgegraben und beim Haus   Aschfelder Straße 5 ( früher Nr. 1 1/3 ) aufgestellt. Unter dem Zementverputz der anschließenden Gartenmauer sind 2 weitere Steinkreuze zu erkennen.



Sagenteil Nr. 1 Heimatbuch



Hier sollen 3 Grasmäherinnen in Streit geraten sein und sich dabei dermaßen mit der Sichel bearbeitet haben, dass sie den Verletzungen erlagen.  



Während zwei der Steinkreuze schon immer  in der Gartenmauer des Anwesens vorhanden waren, wurde ein drittes  erst im Zuge des Baues der Wasserleitung ausgegraben. Da man annimmt, dass es zu den anderen Kreuzen gehört, arbeitete man es 1991 ebenfalls in die Gartenmauer ein.


Ein weiteres Steinkreuz befindet sich nur wenige Meter entfernt im Sockel der Maria-Hilf-Kapelle.


Die tiefe Religiosität unserer Vorfahren, der zuweilen noch der Aberglaube des Heidentums anhaftete, führte dazu, dass Verbrechen als schlechtes Omen angesehen wurden. Um den entweihten Ort von seiner Bluttat zu reinigen, stellte man dort geweihte Steinkreuze auf. Bei der hier entstandenen Sage handelt es sich  um eine sogenannte Wandersage, die man in gleicher oder ähnlicher Form in verschiedenen Orten der Umgebung wiederfindet. So gibt es auch in Mühlbach eine Sage über streitende Mähmägde. Verwunderlich ist die gehäufte Anzahl der Steinkreuze auf einem Fleck. Es stellt sich die Frage in den Raum, ob nicht ein Vorfahre eine besondere Vorliebe für alte Friedhofskreuze gehabt haben mag.



Der Volksmund erzählt:



Eines Tages machten sich drei Grasmäherinnen nach einem langen Arbeitstag auf den Wiesen auf den Weg nach Hause. Doch war ihre Erschöpfung vom Tagwerk nicht zu groß, um nicht in Streit zu geraten. Das Wortgefecht wuchs zu einem heftigen Streit aus. Die drei Weiber ereiferten sich immer mehr, bis es schließlich zu einem Handgemenge kam. Dabei scheuten sie nicht davor zurück, ihre Sicheln zu benutzen. Mit den scharfen Schneiden ihrer Geräte fügten sich die drei Zankweiber derartige Verletzungen zu, dass sie daran erlagen. An der Stelle dieses blutigen Vorfalls errichtete man die drei Sühnekreuze.






Bildstock Nr. 03 St. Georg - Bildstock



Name: St. – Georg - Bildstock



Standort: Im Ostertal an der Kreuzung zwischen Ostertal und Zwerchtal



Aufbau und Beschaffenheit: Ein alter Bildaufsatz ( 74 cm hoch ) wurde auf eine neue Vierkantsäule ( 93 x 51 x 31cm )  aus rotem Sandstein aufgesetzt. Er war zeitweise graugrün übermalt. Gesamthöhe  1,75cm.



Material: Roter Sandstein


Darstellung: Das Relief im Bildaufsatz zeigt St. Georg hoch zu Ross, tötet den Drachen.


Der Bildaufsatz wird von einem Kreuz bekrönt.


Inschrift:               Die Inschrift im Medaillon des Bildaufsatzes lautet :



„St Georg STEH UNS BEY DAS UNS GOTT BARMHERZIG SEY “



Die Inschrift im neuen Sockel lautet :



„  + ZUM GEDENKEN +


AN HERRN RICHARD MULLER,


AM 8. MAI 1946


DURCH BLITZSCHLAG TÖDLICH


GETROFFEN *


HERR ERBARME DICH



A . 1967 D .“



Eine weitere Inschrift lautet :



„ HIER STARB


REGINA WEISSENBERGER


DURCH SCHLEPPER – UNFALL


AM 3.  8.  1977 “



Jahr der Stiftung: In dieser Form 1966/1967, der Bildaufsatz ist jedoch wesentlich älter.


Anmerkung:


Restaurierungen: 1977 wurde die Inschrift für die verunglückte Regina Weißenberger eingefügt.



1983, 1992



Der Bildaufsatz wurde von den Ortsbürgern Ludwig Gabel und Josef Göbel im Jahre 1956 auf einer Steinhalde gefunden. Mit Zunahme der Vereinsaktivität beschloss man, den Aufsatz vom Karlstadter Bildhauer Keidel renovieren zu lassen. Er sollte dem Andenken an Herrn Richard Müller gewidmet sein, der in der Nähe des heutigen Standortes 1946 auf dem Heimweg vom Feld tödlich vom Blitz getroffen wurde.



1977 ereignete sich dort ein weiteres tragisches Unglück. Frau Regina Weißenberger wurde bei der Feldarbeit am angrenzenden Gössenheimer Weg vom Traktor überrollt.



Bei näherer Betrachtung wird man feststellen, dass der kleine Sockel unterhalb des Bildaufsatzes eigentlich stilistisch und in seiner Proportion nicht zum Aufsatz passt. Die beiden Teile scheinen bereits früher zusammengesetzt worden zu sein. Die Form des Aufsatzes legt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um den Aufsatz eines Säulenbildstocks gehandelt haben muss. Wo dieser Bildstock gestanden haben könnte, ist nicht mehr nachzuvollziehen.


Geschichtliches zum hl. Georg Die geschichtlichen Daten des Heiligen sind bis heute umstritten, doch ist er allerorts zum Symbol christlicher Tapferkeit geworden. Bildliche Darstellungen zeigen ihn als stolzen Reiter hoch zu Roß einen Drachen tötend. Der Hl. Georg wurde zum Bannerträger der Kreuzfahrer. Alle katholischen Pfadfinder stehen unter seinem Zeichen. Bezüglich der Lebensgeschichte des Hl. Georg ist es schwierig, Legendäres von Geschichtlichem zu trennen. Man nimmt jedoch an, dass der Heilige unter dem Kaiser Diokletian ein grausames Martyrium durchlebt hat. Etwa um das Jahr 280 geboren, soll Georg schon in jungen Jahren das Waffenhandwerk erlernt haben. Er gelangte zu der Ehre eines hohen militärischen Ranges und hatte so stets Zutritt zum Kaiser. So scheute er sich nicht, bei der Wiederaufnahme der Christenverfolgung dem Kaiser bittere Vorwürfe zu machen. Dieser Protest sollte ihm das Leben kosten. Der Kaiser befahl den jungen Offizier in Ketten zu legen. Doch auch die grausamen Foltermethoden reichten nicht aus, um den tiefen Glauben Georgs zu brechen. Die Folterknechte mussten sogar neue Foltertechniken erfinden, da die bisher bekannten nicht ausreichten.


Vgl. Melchers, Erna und Hans: Das große Buch der Heiligen. München 1983 S. 244 f.




Nr. 4  Christus an der Geißelsäule / Schönster Jesu


Bildstock Nr. 04 Christus an der Geißelsäule / Schönster Jesu



Name:  Christus an der Geißelsäule / „ Schönster Jesu “



Standort: Am Rand der Bundesstraße B27  bei der Abzweigung der alten Straße nach Aschfeld unterhalb vom Streitberg auch    „ Herrchert  “


( Herrgottsberg  )  genannt.


Aufbau und Beschaffenheit: Freistehende Plastik „ Christus an der Geißelsäule “ auf ausladendem Sockel aus grünem Sandstein.


Die Christusfigur ist 1,90m groß, der Sockel 1,72m hoch.



Darstellung: Christus an der Geißelsäule nach dem Vorbild der Christusdarstellung in der Wieskirche. Sockel mit reich verziertem Medaillon. Es handelt sich um eine künstlerisch sehr wertvolle Darstellung.



Inschrift: Das Sockelmedaillon trägt folgende Inschrift :



„ Wer allhie den Weeg für über geht Schau, wie Jesus an der Säule steht.


P. B. M.“


1750


Jahr der Stiftung: 1750 Eigentümer Gemeinde



Stifter: Wahrscheinlich ein Pilger, der eine Wallfahrt zur Wieskirche unternommen hatte und die Figur nach der Vorlage eines Wallfahrtbildchens in Auftrag gegeben hat.


 


Anmerkung Die alte Straße führte früher durch eine Furt des Aschbaches, bevor 1835 die sogenannte „ Krumme Brücke “ erbaut wurde.


Für die Fußgänger gab es den uralten bogenförmigen Steg, etwas westlich davon.



Wo der Bildstock steht, schneidet in etwa der 50. Breitengrad die B27.


Der Bildstock wurde 1957 vom Heimatverein  


„ Frohsinn “ renoviert.



Restaurierung: 1959, 1969, 1983, 1999



Diese Freifigur ist eine von zahlreichen identischen Freifiguren in ganz Bayern, die dem Original in der Wieskirche des oberbayerischen Klosters Steingaden nachempfunden sind. Das Original wurde 1730 von den Mönchen des Klosters für die Karfreitagsprozession in Auftrag gegeben. Die Statue wurde zum verbreiterten Gnadenbild. In der näheren Umgebung gibt es mehrere Christusfiguren nach dem Vorbild der Wieskirche. Bei der Aschfelder Figur handelt es sich jedoch um eine der frühesten in unserem Verbreitungsgebiet.

Nr. 5  Antonius-Bildstock / Heßlarer Bildstock


Bildstock Nr. 05 Antonius-Bildstock / Heßlarer Bildstock



Name:  Antonius-Bildstock / Heßlarer Bildstock



Standort: An der Einmündung vom Langen Weg auf den Eußenheimer Weg auf der Eßbachhöhe. Hier begann der Heßlarer Weg. In der Nähe zur Gemarkungsgrenze zu Heßlar.



Aufbau und Beschaffenheit: Baldachin – Altarhäuschen aus rotem Sandstein.


                                           Der Bildstock ist 2,07m hoch.


Darstellung: Hochrelief


„ St. Antonius mit dem Kind “



Figur steht auf einem verzierten Medaillon.


Inschrift: Im Medaillion unter der Figur :



„ Gott undt dem


H. Andoni zu ehren17-15“



Im Absatz zwischen Sockel und Aufsatz:


„Georg Kaufmann  Schreiner“


Jahr der Stiftung: 1715 Stifter Georg Kaufmann


Anmerkung: Der Bildstock war früher Station bei den Flurprozessionen. Er wurde 1958 vom Heimatverein „ Frohsinn  “ renoviert.


Restaurierung: 1956, 1975, 1980


Mit dem Bildstock ist die Sage Nr. 7 verbunden.




In den Aschfelder Kirchenbüchern tauchen um das Jahr drei Personen mit dem Namen Georg Kaufmann auf, so dass eine genaue Zuordnung schwierig ist. Da die Inschrift im Absatz wahrscheinlich erst später hinzugefügt oder ausgebessert wurde, ist anzunehmen, dass ein kleiner Lesefehler unterlaufen ist. Wahrscheinlich stand hier nicht Schreiner, sondern scabinus ( Schöffe ). Dieser Titel würde auf die erwähnten  Personen aus den Kirchenbüchern zutreffen. Die in der Legende erwähnte Muttergottesstatue wurde lange bei den Flurprozessionen mitgetragen. Heute hat sie einen besonderen Platz in der Kirche. Der Heßlarer Bildstock war eine Station der Flurprozessionen.




Nr. 6  Dreikönigsbildstock / Kaschpers-Bildstock


Bildstock Nr. 06 Dreikönigsbildstock / Kaschpers-Bildstock



Name:  Dreikönigsbildstock / Kaschpers-Bildstock



Standort: An der Einmündung vom Gössenheimer Weg auf die Kirchtalstraße.



Aufbau und Beschaffenheit: Baldachin – Prozessionshäuschen aus rotem Sandstein                                             2m hoch  



Darstellung Das Relief zeigt die Anbetung der Hl. Drei Könige


Inschrift: Am Reliefrahmen :


„ Jesus, Maria und Joseph, C . M . B Unter Euren Schutz fliehen wir, 1731“



Über der Darstellung im Relief :



„ Gloria in Excelsis Deo “



Am Sockel :



“ Casper Alperth ”


Jahr der Stiftung: 1731  



Stifter: Casper Alperth


Besitzer Gemeinde



Anmerkung: Der Bildstock war früher Station bei den Flurprozessionen. Er wurde 1956 vom Heimatverein „ Frohsinn “  renoviert.


Die Birken wurden im Jahre 1955 im Rahmen eine Dorfverschönerungsaktion der Schuljugend von dem damaligen Schüler Georg Breitenbach gepflanzt.



Restaurierung: 1982, 1996 ( Versetzung um 3m )

Nr. 7  Bildstock am Arnsteiner Weg


Bildstock Nr. 07 Bildstock am Arnsteiner Weg



Name:  Bildstock am Arnsteiner Weg



Standort: Am Arnsteiner Weg oberhalb des Feldgeschworenenkranzes im Flurteil Bannenberg



Aufbau und Beschaffenheit: Der Bildaufsatz steht auf einem Sockel mit weitausladender Platte und ist mit einem Kreuz bekrönt. Der Bildstock ist aus rotem Sandstein erstellt.


Darstellung: Der Bildstock zeigt in einer Flachnische  Christus am Kreuz mit zwei                     Assistenzfiguren.


Inschrift: Unter dem Relief :



„ O Herr Jesu Christe, ich bete dich an, denn durch dein heiliges Creutz hast du die ganze Welt erlöst. “



Im Sockel :



„ 1767 GV “



Jahr der Stiftung: 1767   Besitzer Gemeinde



Anmerkung Restaurierung: 1960, 1979



Im Zuge der Restaurierung wurde der Bildstock um einige Meter versetzt. Zu dem Ensemble gehört auch der sogenannte Siebenerkreis, eine Formation aus alten Grenzsteinen. Bei den Buchstaben im Sockel handelt es sich vermutlich um die Initialen des Stifters. Laut Matrikelbücher kämen zur Stiftungszeit folgende Personen in Frage: Georg Aquilin Vogel, Georg Vogel und Johann Georg Büttner.

Nr. 8  Bildstock an der Heerstraße / Bodersch-Bildstock


Bildstock Nr. 08 Bildstock an der Heerstraße / Bodersch-Bildstock



Name: Bildstock an der Heerstraße / Bodersch-Bildstock



Standort: An der Heerstraße auf der Eßbachhöhe



Aufbau und Beschaffenheit: Abgesetzter Sockel, breite Vierecksäule mit Bildaufsatz, bekrönt mit Scheibenkreuz. Material Kunststein.


Darstellung: Gedungene Säule mit flacher Rundbogennische. Auf einer Porzellan-Reliefplatte wird in einer flachen Rundbogennische Christus am Kreuz mit 3 Assistenzfiguren dargestellt. Gesamthöhe des Bildstocks 2,15m.



Material: Gegossener Kunststein mit eingelassenem Porzellanrelief.


Inschrift:          „ ERICHTET ZUR EHRE GOTTES VON KONRAD SCHMITT 1921“.


„ GELOBT SEI JESUS CHRISTUS“.



Jahr der Stiftung: 1921, Stifter: Konrad Schmitt



Anmerkung: Der Stifter Konrad Schmitt war ein typisch Aschfelder Original, besser bekannt unter dem Dorfnamen „Bodersch Konrad“. Der Dorfname rührt noch vom Beruf des Vaters, der als Bader und Wundheiler in Aschfeld lebte. Konrad Schmitt dagegen war der  Aschfelder Totengräber und zudem ein  engagierter Heimatkundler. Ihm ist unter anderem die Überlieferung des Aschfelder Sagenguts zu verdanken. Der von Konrad Schmitt gestiftete Bildstock weist eine Besonderheit auf. An seiner Rückseite sind noch heute Einschüsse aus dem zweiten Weltkrieg zu finden.


  

Nr. 9  Bildstock am Ostertal / Bildstock an der alten Straße



Bildstock Nr. 09 Bildstock am Ostertal / Bildstock an der alten Straße



Name:  Bildstock am Ostertal / Bildstock an der alten Straße



Standort: Am östlichen Dorfrand an der Straße nach Münster, am Eingang zum Ostertal und an der Einmündung der früheren Fuldaer Straße und des Ziegelweges von Münster.



Aufbau und Beschaffenheit: Es ist ein Vierkantsäulenbildstock – Säule konisch geformt – vierseitige Hochreliefdarstellung am Bildaufsatz, mit Kreuz beschönt. Gesamthöhe des Bildstockes 2,70m.


Material: Roter Sandstein.


Darstellung: Vorderseite: Christus am Kreuz mit 2 Assistenzfiguren


Rückseite: St. Antonius mit dem Kinde


Rechte Seite: Kreuzschlepper


Linke Seite: Hl. Familie


Inschrift: Vorderseite: „ O ihr Menschenkinder und allgemeinen Sünder nehmt doch zu herzen all unser Schmerzen.“


Rückseite: „ Heiliger Antoni bitt für uns  1737„


Rechte Seite: „ Oh Menschenkindt schwer seynd deine Sünd „


Linke Seite: „ gebenedeyt ist Jesus, Maria, Joseph „ .



Jahr der Stiftung: 1737,  Besitzer Gemeinde



Anmerkung: An dem Bildstock halten die Kreuzbergwallfahrer von Karlstadt. Lange Zeit war es die letzte Station auf dem Rückweg. Er steht an der Einmündung der Fuldaer Straße, einer ehemals bedeutenden Nord-Süd-Straßenverbindung. In die Fuldaer Straße mündeten auch der Ziegelweg von Münster und der Gössenheimer Weg ein. Der Bildstock wurde 1958 vom Heimatverein „ Frohsinn “ renoviert.



Restaurierung: 1955, 1980 1995.




Nr. 10  Antoniusbildstock


Bildstock Nr. 10  Antonius-Bildstock



Name:  Antonius-Bildstock  



Standort: Am Ende der Englischen Gasse am Englischen Steg jenseits des Aschbaches.



Aufbau und Beschaffenheit: Es handelt sich um einen Baldachin-Altarhäuschen mit Patriarchen-Kreuz


Material: Roter Sandstein


Darstellung: Das Hochrelief stellt „ Antonius mit dem Kinde „ dar. Gesamthöhe des Bildstockes 2,30m.


Inschrift: In der Sockelplatte:  



„ RENOVATUM 1957 HEIMATVEREIN


FROHSINN “


                      


„ Anno 1771 HAT NICOLAUS BREIDENBACH UND AGNES SEINE HAUSFRAU DISES BILD MACHE LASSE. GOTT UND DEN HL. ANTONIUS ZU LOB “




Jahr der Stiftung: 1771


Stifter: Nikolaus Breidenbach



Besitzer: Gemeinde


Anmerkung: Restaurierung: 1957, 1975, 1992, 1999



An dem Bildstock war früher lange Zeit eine Station bei Flurprozessionen. Er wurde 1957 das erste Mal vom Heimatverein „ Frohsinn “ renoviert. Dieser Bildstock stand früher in einigen Metern Entfernung in Richtung Süden zu seinem jetzigen Standort. Da er jedoch genau auf dem durch die Flurbereinigung ausgewiesenen Weg stand, musste er  einige Meter Richtung Norden zum Aschbach hin versetzt werden. Bei dieser Gelegenheit wurde er von Bildhauer Wittstadt aus Karlstadt 1979 erneut renoviert. Die Renovierungskosten von 900 DM übernahm die Flurbereinigung.


Der Sockel wurde in Eigenleistung vom Heimatverein „ Frohsinn “ erstellt.